Heute haben wir uns mit den ersten Einsätzen auf den Weg gemacht, um frühzeitig gegen das Jakobs-Kreuzkraut (JKK) vorzugehen. Gemeinsam wurden die Pflanzen sorgfältig samt Wurzel ausgestochen, gesammelt und direkt sicher in Säcke verpackt. Dabei haben wir selbstverständlich Handschuhe getragen, denn das Jakobs-Kreuzkraut ist giftig und sollte niemals mit bloßen Händen angefasst werden.
Das Jakobs-Kreuzkraut ist eine auffällige Wildpflanze mit leuchtend gelben Blüten, die vor allem auf Weiden, an Wegesrändern und auf brachliegenden Flächen wächst. Die Blütezeit liegt meist zwischen Juni und August. Durch die Vielzahl an Samen verbreitet sich die Pflanze besonders schnell. Ursprünglich stammt sie aus Europa und Westasien und gehört zur Familie der Korbblütler. In den vergangenen Jahren hat sich das Jakobs-Kreuzkraut vielerorts stark ausgebreitet, insbesondere auf Pferdeweiden ist deshalb besondere Vorsicht geboten.
Für Pferde stellt das Jakobs-Kreuzkraut eine große Gefahr dar. Die Pflanze enthält sogenannte Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen können. Besonders problematisch ist, dass die Giftstoffe auch im getrockneten Zustand, beispielsweise im Heu, erhalten bleiben. Da sich die Stoffe über längere Zeit im Körper anreichern, zeigen sich Symptome häufig erst spät. Dazu zählen unter anderem Gewichtsverlust, Müdigkeit, Koliken und neurologische Auffälligkeiten. Im schlimmsten Fall kann eine Vergiftung tödlich enden.
Erkennen lässt sich das Jakobs-Kreuzkraut an seinen kräftig gelben Blüten, die in dichten Dolden wachsen. Die Blätter sind tief eingeschnitten und wirken gefiedert beziehungsweise gezackt. Typisch ist außerdem die rötlich-lila gefärbte Wurzel oder der untere Bereich des Stängels, ein wichtiges Merkmal zur sicheren Identifizierung der Pflanze.
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, ist es wichtig, die Pflanzen bereits im Frühjahr vollständig mitsamt der Wurzel auszustechen. Bleiben Wurzelreste im Boden zurück, kann die Pflanze erneut austreiben. Entfernte Pflanzen sollten sicher entsorgt und keinesfalls auf der Weide liegen gelassen oder verfüttert werden.
Regelmäßige Kontrollen der Weiden helfen dabei, Pferde zu schützen und die Ausbreitung dieser gefährlichen Pflanze nachhaltig einzudämmen.

